Die Angestellten des Unispitals in Lausanne (CHUV) haben einen Streik am 23. Juni beschlossen (hier das Interview mit dem Gewerkschaftssekretär). Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen und eine Covid-Prämie. Das ist ein wichtiger Schritt für die Pflege und den Schweizer Klassenkampf überhaupt. Die Funke-Strömung steht in Solidarität mit den Streik-Vorbereitungen am Unispital in Lausanne und organisiert eine Soli-Kampagne über die Sprachgrenzen hinaus. Willst du dich auch solidarisieren und den Kampf im CHUV aktiv unterstützen?

  • Unterschreibe die Solidaritätserklärung (Unten) und diskutier diese mit deinen KollegInnen im Betrieb oder in deiner Berufs- oder Hochschulklasse. Drucke die Solidaritätserklärung aus und sammle Unterschriften in deinem Betrieb oder Schule. Die gesammelten Unterschriften kannst du unter gesundheitvorprofit@derfunke.ch einreichen. Wir werden diese den Streikenden des CHUV als Zeichen der landesweiten Solidarität überreichen.
  • Organisier in deinem Betrieb oder deiner Klasse eine Soliaktion. Ihr könnt beispielsweise Schilder mit Slogans und Solibotschaften schreiben und Fotos davon machen. Teilt diese auf Social Media mit den Hashtags #CHUVenlutte #Pflegenotstand #GesundheitVorProfit und markiert derfunke.ch, damit wir sie teilen können. Oder poste die Bilder in der Facebook Solidaritäts-Gruppe.
  • Komm am 23. Juni (am Streiktag) nach Lausanne oder an Solidaritätsaktionen in deiner Nähe. In Bern organisiert die Funke-Strömung eine Kundgebung ab 18.00 Uhr auf dem Loryplatz.
  • Am 24. Juni organisieren wir eine Online-Veranstaltung zum CHUV-Streik und zur Frage: Wie weiter im Kampf für «Gesundheit vor Profit»? Melde dich hier an!

Gesundheit vor Profit – Solidarität mit den Streikenden des CHUV!

An der Vollversammlung des CHUV (Universitätsspital Waadt) hat das Personal beschlossen, am 23. Juni in den Streik zu treten. Wir, die Beschäftigten im Gesundheitswesen, erklären hiermit unsere volle Solidarität mit den Streikenden am Universitätsspital in Lausanne. Wir setzen uns aktiv für bessere Arbeits- und Pflegebedingungen in Spitälern und Pflegeeinrichtungen in der ganzen Schweiz ein!

Seit mehr als einem Jahr kämpfen die CHUV-MitarbeiterInnen aktiv gegen ihre miserablen Arbeitsbedingungen: massive Unterbesetzung, gestrichener Urlaub und mangelnde Anerkennung und Bezahlung für ihr Engagement während der Pandemie. Die einzige bisher erhaltene Antwort ist eine COVID-Prämie von 900 Franken für nur einen Teil der MitarbeiterInnen. Doch die MitarbeiterInnen des CHUV lassen sich von diesen mageren Zugeständnissen nicht beirren, sie gehen in die Offensive und kämpfen für ihre Forderungen mit kämpferischen Mitteln: durch den Streik!

Die Arbeitsbedingungen im CHUV sind keine Ausnahme: Seit Jahren wird im Gesundheitswesen in der ganzen Schweiz gespart und die MitarbeiterInnen werden als Kanonenfutter der Pandemie geopfert.

Wir fordern im gesamten Gesundheitssystem:

  • einen anständigen Lohn und die substantielle Erhöhung des Personalschlüssels! 
  • die Abrechnung nach Leistung (nicht Pauschale), Bürokratieabbau, mehr Ausbildungsplätze und mehr Kompetenzen für die Pflege! 
  • Rücknahme aller Sparmassnahmen und Privatisierungen der letzten Jahre! 

Wenn wir diese Forderungen umsetzen wollen, müssen wir uns organisieren – auch wenn wir erst in der Ausbildung sind. Die Belegschaft des CHUV zeigt uns den Weg! Wir müssen uns am Arbeitsplatz und in den Gewerkschaften organisieren. Diese müssen unseren Kampf unterstützen, wie es der Vpod in Lausanne tut. 

Wir solidarisieren uns aktiv mit den Forderungen und der Streikmassnahme der CHUV-Belegschaft! Konkret heisst das:

  • Wir müssen Vollversammlungen in unseren Betrieben organisieren und unsere Forderungen und mögliche Kampfmassnahmen, wie einen Streik, diskutieren. Jeder Schritt in diese Richtung ist eine Unterstützung für den Kampf im CHUV!
  • Der Kampf des CHUV-Gesundheitspersonals muss ausgeweitet werden, nur so kann er längerfristig siegreich sein. Für die Organisierung einer nationalen Konferenz, bestehend aus Delegierten direkt aus den Gesundheitsbetrieben! 
  • Wie im CHUV brauchen wir kämpferische Gewerkschaften, die aktiv mithelfen eine Organisierung und Streikfähigkeit in unseren Betrieben zu erreichen. Dafür fordern wir den Bruch mit der bisherigen Praxis: Keine Verhandlungen mit den Bossen hinter dem Rücken des Personals! 

Der CHUV, wie auch internationale Beispiele beweisen, dass ein Streik im Gesundheitswesen nötig und möglich ist. Wann, wenn nicht jetzt – wer, wenn nicht wir! 

Hier die Solidaritätserklärung als PDF:

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