In Teil vier schauen wir uns die sich entwickelnden Kämpfe für ArbeiterInnenkontrolle in Venezuela an. Dieser Kampf zeigt, dass die venezolanische Arbeiterklasse anfängt, aktiv in die bolivarische Revolution zu intervenieren und er führte einige der fortschrittlichsten Teile der Bewegung zum Schluss, dass die sozialistische Transformation der Gesellschaft der einzige Weg für die Lateinamerikanische Revolution ist.

Hier geht es zu Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

ArbeiterInnenkontrolle und die venezolanische Revolution

Und das führt uns zu Venezuela. Was bedeutet das alles für die bolivarische Revolution und die Bewegung für Cogestion [Arbeitermitbestimmung]? Was die Ereignisse in Venezuela zeigen, ist, dass die ArbeiterInnen eine Fabrik betreiben können. Das alte Sprichwort ist wahr: Die Bosse brauchen die ArbeiterInnen, aber die ArbeiterInnen brauchen die Bosse nicht. Natürlich, Techniker, Experten und Spezialisten braucht es, aber sie müssen unter Arbeiterkontrolle gestellt werden. Die Erfahrung der ArbeiterInnen beim PDVSA zeigt dies deutlich. PDSVA ist kein kleiner Betrieb. Tatsächlich ist er einer der größten in Lateinamerika und erfordert unglaublich hoch-technologische Koordination, mit Computern, Satelliten und so weiter.

Dies ist ein Vorteil Venezuelas gegenüber Russland 1917. Die Entwicklung und Ausweitung des Kapitalismus seit dem zweiten Weltkrieg hat zur Erstarkung des Proletariats weltweit geführt. Die ArbeiterInnen heute sind viel besser gebildet als im Jahr 1917. Sie arbeiten mit  komplexen Maschinen, Computern, Satelliten etc. und benötigen einen relativ hohen Bildungsgrad. PDVSA zeigt, dass ArbeiterInnen das Management der Industrie viel leichter übernehmen können, als im Russland von 1917.

Desweitern ist es wichtig im Kopf zu behalten, dass die Idee der Cogestion in der venezolanischen Verfassung verankert ist. Obwohl die Form der Cogestion nicht immer klar ist, und obschon uns das Recht nicht immer klar und die verwendete Sprache verwirrt erscheinen kann, sind diese Dinge nicht entscheidend. Arbeiterkontrolle ist nicht was das Recht daraus macht, sondern was die ArbeiterInnen daraus machen. Wie Trotzki erklärte: „Zu einem bestimmten Zeitpunkt verschieben die ArbeiterInnen den rechtlichen Rahmen oder zerbrechen ihn, oder ignorieren ihn einfach. Genau darin besteht der Übergang zu einer wahrlich revolutionären Situation.“

Es ist klar, dass die Arbeiterklasse in Venezuela mit Cogestion Arbeiterkontrolle und Arbeiterverwaltung meinen. Wenn man die ALCASA Website besucht, eine Aluminium Schmelze, wo das fortschrittlichste Co-Management stattfindet, kann man ein Poster sehen, welches die ArbeiterInnen gemacht haben, mit den Hauptslogans „Arbeiterkontrolle“ und „Alle Macht der Arbeiterklasse“.

Der Kampf um Arbeiterkontrolle und Arbeiterverwaltung fing mit dem Aussperren der Bosse 2002-2003 an. Die Arbeiter im PDVSA, der staatlichen Ölfirma, übernahmen ihre Anlagen, betrieben sie selbst und überwanden die Sabotage, welche die Manager organisierten. Die Arbeiter von CADAFE, der staatlichen Elektrizitätswerke, welche 60% der Elektrizität Venezuelas produzieren, entwickelten ein Notfallkonzept um die Sabotage reaktionärer Manager zu verhindern. Die ArbeiterInnen dieser Betriebe beugten effektiv der Sabotage der Industrie vor. Die ÖlarbeiterInnen dachten zuerst nicht, dass sie die Anlagen betreiben könnten, aber realisierten schnell, dass sie es doch konnten. Sie realisierten, dass das Management häufig in den Ferien oder weg war und dass sie eigentlich die Firma schon zuvor alleine betrieben hatten.

Nach der Aussperre verschwand die Arbeiterkontrolle in PDVSA. Allerdings sind die ArbeiterInnen sich bewusst, dass der Betrieb wieder kapitalistisch geführt wird. Nach der Aussperre hatten die PDVSA ArbeiterInnen einige Diskussionen zum Thema der Arbeiterkontrolle. Als Resultat dieser Treffen, verfasste Pedro Montilla der La Jornada Bewegung der ÖlarbeiterInnen einen Antrag auf einen Entscheid über das Co-Management in PDVSA. Leider wurde dieser Antrag niemals ratifiziert. Als Resultat stiegen die Spannungen in der Ölindustrie, weil die ArbeiterInnen nach der Umsetzung der Arbeiterkontrolle verlangten. 

Dies waren einige der Gesuche der PDVSA ArbeiterInnen:

·      Dass die Cogestion alle Aspekte der Extrahierung, Verteilung, Produktion und Lagerung, inklusive der Kontrolle der Preise bei Kauf und Verkauf einschliesst

·      Dass alle Bücher für alle die von den ArbeiterInnen gewählten Repräsentanten auf allen Stufen zur Verfügung stehen

·      Dass die Cogestion von allen ArbeiterInnen durch die von ihnen gewählten Repräsentanten in jeder Anlage und jeder Fabrik durchgeführt wird, und dass sie nicht aufhören werden zu arbeiten und ihnen Zeit für Verwaltungspflichten gegeben wird.

·      Jeder ist der Arbeitervereinigung gegenüber rechenschaftspflichtig und strikte Ordnung und Disziplin und Güterschutz muss aufrechterhalten werden.

·      Der Arbeitervereinigung wird regelmäßig Bericht erstattet.

·      Alle Repräsentanten werden dem Rückrufsrecht unterstellt sein. (Vollständiger Antrag auf Spanisch: http://venezuela.elmilitante.org/index.asp?id=muestra&id_art=93)

Auf der Grundlage dieser Anträge haben die ÖlarbeiterInnen folgende Argumente aufgestellt:

·      Die Sabotage der PDVSA kann nicht ohne Arbeiterkontrolle und die Verabschiedung der oben genannten Maßnahmen, verhindert werden, um Rechenschaftspflicht, Disziplin und Transparenz zu sichern.

·      Präsident Chavez hat gedroht kein Öl mehr in die Vereinigten Staaten zu verkaufen. Falls dieser Drohung Folge geleistet werden sollte, würde es nicht ohne Arbeiterkontrolle der Ölindustrie geschehen, weil das Management versuchen würde dies zu sabotieren. 

Gleichzeitig fingen die ArbeiterInnen im CADAFE einen Kampf um Cogestion an. Sowohl PDVSA wie auch CADAFE ArbeiterInnen sind sich der Unterschiede zwischen Arbeiterkontrolle und Arbeiterpartizipation bewusst. Die CADAFE ArbeiterInnen haben ebenfalls eine Reihe konkreter Anträge auf Arbeiterkontrolle geschrieben. Die ArbeiterInnen sind wütend, weil einige Pseudomaßnahmen und -schritte unternommen wurden, aber keine echte Arbeiterkontrolle umgesetzt wurde. Von den fünf Mitgliedern des Koordinationskomitees wurden 2 Sitze für die eingesetzten Gewerkschafter reserviert, welche nicht rückrufbar waren. Der Präsident des Betriebs muss die Anweisungen und Instruktionen dieses Ausschusses nicht beachten. In diesem Fall sind es die Manager dieses Staatsbetriebes, welche sich den Forderungen der ArbeiterInnen widersetzen. Sowohl die Manager wie der Staat wollten die Entscheidungsgewalt der ArbeiterInnen auf zweitrangige Probleme begrenzen (in Valencia zum Beispiel gaben sie den ArbeiterInnen das volle Beratungsrecht bei der Weihnachtsdekoration des Betriebsgebäudes!). Die ArbeiterInnen haben für jedes bisschen Arbeiterkontrolle gekämpft und haben jetzt einen Kampf um wirkliche Cogestion losgetreten.

Die ArbeiterInnen in diesen beiden Industriezweigen müssen sich mit einem weitern Argument des Managements befassen, welches besagt, dass es keine Arbeiterpartizipation oder Arbeiterkontrolle in strategisch wichtigen Industriezweigen geben soll. Das ist ein schlechter Witz. Es waren die PDVSA ArbeiterInnen, welche die Produktion währen der Aussperre der Bosse wiederhergestellt haben, es waren die Aluminium- und StahlarbeiterInnen in Guayana, die den Weg in die Gasanlagen erkämpft haben, um die Versorgung aufrechtzuerhalten und es waren die CADAFE ArbeiterInnen, welche die Elektrizitätsversorgung des Landes erhalten haben und die Sabotage der Branche und der gesamten venezolanischen Wirtschaft verhindert haben. Das Argument des Managements besagt, dass die ArbeiterInnen nicht mit strategisch wichtigen und überlebensnotwendigen Branchen betraut werden können, dies ist ein Vorwand für einen allgemeinen Angriff auf die Idee der Arbeiterkontrolle. Falls die venezolanische Regierung sich jedoch einen reibungslosen Betrieb dieser Industriezweige und ihre Sabotage zu verhindern wünscht, sollte sie die Industrie den ArbeiterInnen anvertrauen, da sie schon bewiesen haben, dass sie diese Industriezweige zur Verteidigung der Revolution vor der Sabotage der Bosse und Manager schützen werden. Aber es gibt einen weitern wichtigen Punkt – ähnlich wie der, den Trotsky bezüglich des Kohlenbeckens in Donez erörtert hat. Dass falls PDVSA den Arbeiterkooperativen überlassen wird, dass diese Kooperative das Öl der PDVSA kontrollieren würde und es abzusehen ist, dass es möglich wäre, dass sie den Rest des Landes als Geisel nehmen könnten. Die Manager der PDVSA, welche gut 70%-80% der Wirtschaft Venezuelas kontrollieren würden, wären die stärkste Macht der venezolanischen Gesellschaft. Falls etwas Ähnliches, wie das was in Venepal passiert, in PDVSA eintreten würde, wäre dies sicherlich der Fall. Arbeiterkontrolle und Arbeiterverwaltung muss in PDVSA umgesetzt werden, aber um zu versichern, dass die Arbeiterklasse als ganzes die Ökonomie demokratisch kontrolliert, und um Arbeiterdemokratie im Allgemeinen zu sichern, müssen alle großen Betriebe, inklusive PDVSA, in eine zentralisierte, demokratische Planwirtschaft integriert werden. Das würde bedeuten, dass der Direktionsausschuss der PDVSA aus 1/3 ArbeiterInnen, 1/3 GewerkschafterInnen und 1/3 des Staats (oder eine Variation dessen) bestehen muss.

Ein gutes Beispiel der Arbeiterkontrolle ist CADELA, eine Tochtergesellschaft von CADAFE in Merida, welche nach einer Art der Arbeitercogestion betrieben wird. Vor einigen Wochen gab es ernsthafte Erdrutsche und Fluten, welche die Stromzufuhr zu den umliegenden Gemeinden unterbrachen. Die Experten dachten es würde zwei Monate dauern, die Zufuhr wiederherzustellen. Die organisierten Gemeinden hatten jedoch direkten Kontakt mit den ArbeiterInnen und halfen den Schaden zu reparieren. Durch geplante Zusammenarbeit und nach vielen Überstunden zum Wohl der Bevölkerung konnte die Stromzufuhr in zwei Wochen wiederhergestellt werden. 

Nach der Niederlage der Aussperrung der Bosse, schlossen und sperrten die Bosse in ganz Venezuela viele Fabriken und Betriebe –nicht aus ökonomischen, sondern politischen Gründen. Zwischen 250’000 und 500’000 Arbeitsplätze gingen verloren. Hier kann man sehen, das Arbeiterkontrolle normalerweise nicht wegen Fragen der Produktion eingeführt wird, sondern zur Verteidigung von Jobs, Gemeinden und so weiter.

Kurz nach den breit gefächerten Aussperrungen und Fabrikschließungen begannen die ArbeiterInnen Fabriken und Arbeitsplätze zu übernehmen. Der fortgeschrittenste Kampf zu der Zeit war in Venepal. An einem gewissen Punkt übernahmen es die ArbeiterInnen und wollten es genossenschaftlich betreiben. Die ArbeiterInnen waren in der Lage die Überlegenheit der Arbeiterkontrolle zu demonstrieren. Es gab eine Maschine in der Anlage, die in Deutschland gebaut wurde. Die Maschine war ausgefallen und musste repariert werden. Das Management weigerte sich, sie zu reparieren, weil dies verlangt hätte, einen Ingenieur aus Deutschland zu einzufliegen (behaupteten sie). Dies führte dazu, dass die Fabrik nicht mit ganzer Kapazität betrieben werden konnte. Nachdem die Manager gingen und die ArbeiterInnen die Anlage übernahmen, improvisierten sie einfach, reparierten die Maschine und stellten die volle Betriebskapazität der Fabrik wieder her.

Unsere GenossInnen in der CMR haben als erste die Forderung nach Arbeiterkontrolle und Verstaatlichung gestellt und sie wurde dann von den ArbeiterInnen übernommen. Am 19. Januar dieses Jahres wurde der Betrieb enteignet und Chavez gab bekannt, dass er unter Arbeiterkontrolle betrieben würde. Jetzt besitzt die Arbeiterkooperative 49% der Anlage und der Staat besitzt 51%, um den verstaatlichten Charakter zu garantieren. Die Arbeiter wählten die Direktion und das Ministerium schickte zwei Repräsentanten, welche die Erfahrung die Fabrik mit den ArbeiterInnen zu betreiben machen sollten.

Allerdings entwickelten sich einige Probleme. Eine Arbeitervereinigung entschied die Gewerkschaft aufzulösen und hofft jetzt darauf, den Anteil des Staates kaufen zu können, so dass sie die Besitzer der Anlage werden und den ganzen Profit der Produktion für sich behalten zu können.

Alexis Ornevo, ein Mitglied des INVEPAL Direktorats, sagte zu Beginn des Jahres an der Internationalen Versammlung aus Solidarität mit der Venezolanischen Revolution, dass die ArbeiterInnen, da sie keine Bosse mehr hätten, keine Gewerkschaft mehr bräuchten. Nach der Verfassung kann die Arbeiterkooperative durch irgendein Schlupfloch legal ihren 49% Anteil auf 95% erhöhen. Ornevo hat offen seine Absicht bekundet, dies zu tun. Widersprüche wie dieser sind unausweichlich. Eine allumfassende, echte Arbeiterkontrolle ist notwendig, um Arbeitergruppierungen daran zu hindern, den Weg der individuellen Bereicherung einzuschlagen.

Angel Navas, der CADAFE Gewerkschaftspräsident, sorgt sich, dass die Entwicklung in INVEPAL eine Form der Cogestion als kapitalistische Genossenschaft erschaffen wird. Er sagte folgendes:

„Wie wir in der gestrigen Präsentation von INVEPAL gesehen haben, haben sie einige Probleme, sie scheinen als Manager zu denken. Nach dem was wir gestern gehört haben, wollen sie alle Aktien der Firma haben. 800 ArbeiterInnen werden die Besitzer eines Betriebs sein. Und falls er profitabel wird, werden diese ArbeiterInnen reich werden? Dies ist ein Betrieb, der dem ganzen Land gehören sollte; mein Betrieb kann nicht nur den ArbeiterInnen gehören. Falls wir Profite machen, gehören sie der ganzen Bevölkerung. Das ist eine Verantwortung, die wir alle haben – ArbeiterInnen der Ölindustrie, die am meisten Gewinn machen: Wie verteilen wir das über den Rest des Landes? Diese Profite stehen mir nicht zu. Es ergibt keinen Sinn, dass ich zum Beispiel, weil ich in der Ölindustrie arbeite, 90 Millionen Bolivars kriege, wenn der Mindestlohn 4 Millionen Bolivars beträgt.“

Dies kann mit Jugoslawien verglichen werden, wo die Arbeiter das Gefühl hatten, sie besäßen die Fabrik und auf dem Markt konkurrierten. Noch einmal, das war das Hauptproblem in Jugoslawien – die Ungleichheit der Löhne. Gewisse ArbeiterInnen hatten einfach Glück, dass sie einen Monopolzugang zu guten Jobs hatten, während andere ArbeiterInnen im Regen stehen gelassen wurden. Der Sinn und Zweck des Ganzen ist, dass die Profite eines verstaatlichten Betriebs vom Staat eingezogen, umverteilt und in die Gesellschaft als Ganzes investiert werden, um die Wirtschaft zu entwickeln und sie von Ungleichheit zu befreien. Das ist mit der Vergesellschaftung der Wirtschaft gemeint. Falls die Produktivität steigt, gibt es mehr Profit auf die Gesellschaft zu verteilen, was wiederum mehr gesellschaftlichen Reichtum schafft, so dass die Gesellschaft von Ungleichheit befreit wird. In Jugoslawien gab es immer noch ein System der individuellen Aneignung des Profits durch die individuellen Firmen, keine vergesellschaftete Aneignung. Falls die momentane Direktionsgruppe von INVEPAL es schafft, ihr Projekt, die Mehrheitsanteile des Betriebs zu übernehmen um die ArbeiterInnen von INVEPAL zu bereichern, umzusetzen, wird dies nur eine Gruppe von ArbeiterInnen gegen die Andern stellen und die Ungleichheit vermehren. Es könnte auch einen Konflikt in der INVEPAL um diese Anteile auslösen. Falls es den ArbeiterInnen jedes Industriezweiges oder jedes Unternehmens erlaubt ist, die Profite aus der Produktion zu behalten, wird der Profit nicht gesellschaftlich verteilt, sondern privat bleiben – was im Prinzip Kapitalismus ist und auf keinen Fall zur Entwicklung sozialistischer Produktionsverhältnisse führen wird.

Dann gibt es die CNV, wo wir ebenfalls einen gewissen Einfluss haben. Die CNV wurde im Mai verstaatlicht und in INVEVAL umbenannt. Hier kommen die Schwierigkeiten vom Staat, statt von der Arbeiterkooperative. Naja, es muss gesagt sein, dass der frühere Besitzer eine gerichtliche Anordnung beantragt hat, um Kompensationszahlungen für die Enteignung zu erhalten, aber das eigentliche Problem ist, dass, als INVEVAl verstaatlicht wurde, Chavez verdeutlichte, dass die ArbeiterInnen die Mehrheit der Repräsentanten auf dem Direktionsausschuss haben und die höchste Entscheidungsgewalt bei der Allgemeinen Arbeitervereinigung sein sollte. Als jedoch die Repräsentanten des Ministeriums für Volkswirtschaft den ArbeiterInnen die vorgeschlagenen Statuten des Betriebs vorlas, wurde keine Arbeiterpartizipation erwähnt. Die Massenversammlung der ArbeiterInnen verwarf diesen Vorschlag und begann zur Forderung nach Arbeiterkontrolle zu mobilisieren. Sie haben sich jetzt mit ArbeiterInnen in anderen Betrieben verbunden, wo es Arbeiterkontrolle gibt, um den Kampf auf jenseits von INVEVAL auszudehnen. Wir kommen in ein paar Minuten darauf zurück. (1)

Die fortgeschrittenste Erfahrung mit Arbeiterkontrolle findet in ALCASA statt, der massiven staatlichen Aluminiumanlage. Es ist einfach verblüffend, die Unterlagen über Cogestion in Venezuela zu lesen. Die Debatten und Diskussionen über Arbeiterkontrolle und Sozialismus sind sehr fortgeschritten, in vielerlei Hinsicht fortgeschrittener als in Russland 1917, und das ohne die Unterstützung einer bolschewistischen Partei!

Die ArbeiterInnen bei ALCASA sind sich absolut im Klaren darüber, was Cogestion bedeutet. Edgar Caldera, einer der Gewerkschaftsführer, hat folgendes geschrieben:

            „Falls es etwas gibt, das die ArbeiterInnen verstehen müssen, dann ist es, dass unser 

Co-Management nicht zur Waffe werden darf, um die ausbeuterische kapitalistische Produktionsweise zu intensivieren. Wir dürfen nicht die traurige Geschichte Europas wiederholen, wo das System des Co-Managements verwendet wurde, um Arbeiterrechte loszuwerden.

Das Co-Management, das wir in ALCASA begonnen haben einzusetzen, hat damit nichts zu tun. Es geht um die richtige Emanzipation unserer Klasse, basierend auf den revolutionären Prinzipen von Marx, Rosa Luxemburg, Gramsci und Trotzky, neben anderen. Es geht darum, ein Modell des Co-Managements zu schaffen, mit dem Ziel die kapitalistische Produktionsweise, die auf der Ausbeutung eines Menschen durch den Anderen basiert, in eine Produktionsweise der sozialen Verhältnisse zu transformieren, basierend auf den Prinzipien der Kooperation, Solidarität, Gerechtigkeit, Gleichheit, Mitverantwortung und der gemeinen Wohlfahrt der ArbeiterInnen und der Bevölkerung im Allgemeinen.“

(ALCASA: Cogestion, Arbeiterkontrolle und Produktion, http://venezuela.elmilitante.org/index.asp?id=muestra&id_art=1999)

In einem anderen Artikel schreibt er:

„Die ArbeiterInnen von ALCASA drängen nach Arbeiterkontrolle und Gemeindenkontrolle, basierend auf der Generellen Versammlung als oberste Autorität… Welche alle alten Machtstrukturen total transformiert haben und alle Macht den ArbeiterInnen und den Gemeinden übergeben haben…

In ALCASA wählen die ArbeiterInnen die Manager, welchen die selben Löhne erhalten und dem Rückrufsrecht unterstehen. Die wichtigsten Entscheide werden durch die allgemeine Arbeiterversammlung gefällt. Die Manager haben auch gesagt, dass sie sich nicht in ihren Büros wegschließen werden, sie werden weiterarbeiten.“ (ALCASA: bourgeois Cogestion oder Arbeitercogestion, http://venezuela.elmilitante.org/index.asp?id=muestra&id_art=1917)

Trino Silva, ein weiterer Anführer der ArbeiterInnen, sagte in einem Interview folgendes:

„Die ArbeiterInnen sollten den Präsidenten von ALCASA wählen. Aber der Direktionsausschuss sollte nicht nur aus ArbeiterInnen bestehen. Wir denken an ein Ausschuss bestehend aus 14 Personen: sieben Hauptrepräsentanten und sieben Vertreter. Von den sieben Hauptrepräsentanten sollten vier ALCASA ArbeiterInnen sein, zwei sollten Regierungsrepräsentanten sein (so dass sie sehen und kontrollieren können, was wir mit dem Betrieb machen), und es sollte einen weiteren Repräsentanten der organisierten Gemeinde geben.“

Bezeichnenderweise fügt er hinzu:

„ALCASA gehört nicht nur den ALCASA ArbeiterInnen, noch Trino Silva und den ALCASA ArbeiterInnen, sondern der gesamten Bevölkerung. Deshalb hat die Öffentlichkeit das Recht im Ausschuss repräsentiert zu werden, erstens für die Transparenz, zweitens um zu garantieren, dass ALCASA allen zu Gute kommt.“ (Aluminium ArbeiterInnen in Venezuela wählen ihren Manager und steigenr die Produktion, Interview von M. Harnecker, http://www.venezuelanalysis.com/articles.php?artno=1407)

Die Erfahrung mit ALCASA und mit Gemeindepartizipation in der Verwaltung führte sie zu anderen ausgezeichneten Ideen, welche die Macht der Arbeiterkontrolle die Gesellschaft zu verändern zeigen. Im letzten Jahr gab ALCASA für ArbeiterInnen 24 Milliarden Bolivars für die medizinische Versorgung in privaten Kliniken aus. Die Gewerkschaft glaubt, dass sie etwas Land nahe bei der Anlage besitzt und dass sie dieses Land dem Staat geben könne, um eine öffentliche Klinik für ALCASA ArbeiterInnen und die umliegenden Gemeinden bauen können. ALCASA und einige andere Geschäfte in der Region werden sich ebenfalls beteiligen und eine moderne, industrielle Küche für die ArbeiterInnen und die Gemeinde bauen. Es gibt etwa 200 Köche in der Region, die sie organisieren und denen sie Jobs anbieten könnten. Sie wollen auch das Transportmonopol der Region brechen. Sie wollen ein besseres, komfortableres und bezahlbareres öffentliches Transportsystem finanzieren und erschaffen. Dies ist eine klare Veranschaulichung von ArbeiterInnenkontrolle, die ArbeiterInnendemokratie kann den Markt als Regulator der Wirtschaft ersetzen. Die ArbeiterInnen können deutlich sehen was getan werden muss, was verbessert werden muss und können fordern, dass Investitionen in diese Bereiche getätigt werden müssen. Falls diese Erfahrung auf einer nationalen Ebene wiederholt würde, und sozialer Reichtum allen durch eine demokratisch geplante Wirtschaft zugänglich wäre, wäre es einfach zu sehen, wie schnell Venezuela sich entwickeln könnte.

Es gibt allerdings einige Gefahren, mit denen ALCASA konfrontiert wird. ALCASA macht eigentlich Verlust. Die Reformisten und Bürokraten werden vielleicht die Kreativität der ArbeiterInnen nutzen, um ALCASA in einen profitablen Betrieb zu verwandeln und dann die Arbeiterkontrolle unterbinden. Oder, falls ALCASA weiterhin Verlust macht, werden die Reformisten vielleicht versuchen zu argumentieren, dass Arbeiterkontrolle nicht funktioniert und dass sie als Teil eines generalisierten Angriffs auf die Arbeiterklasse und alle Elemente der Verwaltung der Wirtschaft, die sie haben, abgeschafft werden sollte.

Ich hoffe jede und jeder hier hatte die Chance Jorge Martin’s Artikel über die Enteignung unproduktiver Fabriken zu lesen, welcher vor ungefähr anderthalb Wochen erschien. Die Gesamtzahl unproduktiver Fabriken in Venezuela, die untersucht werden, beträgt 1149. Dies ist eine Maßnahme, die entwickelt wurde, um Arbeitsplätze zu verteidigen, die Sabotage der Bosse und Venezuelas Abhängigkeit von Importen zu brechen. Falls der Staat diese Firmen unter Arbeiterkontrolle betreiben soll, werden sie diese Betriebe mit Rohstoffen versorgen müssen. Diese Betriebe werden dann wiederum ihre fertigen Produkte verkaufen müssen. Dies wird den Beginn einer ökonomischen Planung erzwingen und Chavez dazu zwingen, die Enteignung der Bourgeoisie in Erwägung zu ziehen. Diese Forderung wird sehr wahrscheinlich von der Arbeiterklasse selbst kommen. Die ArbeiterInnen werden sich beginnen zu fragen: Warum ist die Verstaatlichung auf Fabriken begrenzt, die bankrott oder still gelegt sind? Warum sollte der Staat immer die Verluste verstaatlichen und die Profite privatisieren? Damit diese ehemals unproduktiven, bald verstaatlichten Betriebe existenzfähig sind, müssen sie Teil eines allgemeinen Produktionsplans sein. Das wird nicht möglich sein solange Schlüsselsektoren der Ökonomie, wie das Banken- und Kreditwesen, in privater Hand bleiben. Diese verstaatlichten Betriebe werden dem Kapitalismus ausgeliefert sein, werden mit Sabotage und mit der Verweigerung Produkte zu verkaufen konfrontiert sein. Dies wird Chavez und die Regierung zwingen, den Weg der Enteignung einzuschlagen.

Jorge Martins Artikel verdeutlicht auch, dass der Staat allen Arbeitgebern, die ihren Betrieb am Laufen halten wollen, mit niedrig verzinsten Krediten aushelfen wird, aber nur unter der Bedingung, dass „die Arbeitgeber die ArbeiterInnen an der Verwaltung, der Direktion und den Profiten teilhaben lassen.“

Unter normalen Bedingungen wäre dies ein cleverer Trick um die Arbeiterklasse zu entwaffnen. Aber im heutigen Venezuela wird dies nur helfen das Selbstvertrauen der ArbeiterInnen zu steigern und den Klassenkampf in diesen Fabriken zu verschärfen.

Nun, in der letzten Aussage, die ich zu Venezuela machen möchte, geht es um die nationale Versammlung der ArbeiterInnen, welche die Erfahrungen mit der Arbeiterkontrolle betraf und vom 16.-18. Juni abgehalten wurde. Diese involvierte die ArbeiterInnen von INVEVAL, ALCASA; PDVSA und die einiger weiterer Betriebe. Ein paar der gefällten Beschlüsse waren:

1.     Die Errichtung einer Nationalfront für die Verteidigung des revolutionären Co-Managements, der sozialistischen Entwicklung von innen… auf einer regionalen wie staatlichen Ebene.

2.     Die Cogestion als Bewegung zu charakterisieren, welche die kapitalistischen Produktionsverhältnisse angreift und zur Arbeiterkontrolle, der Ermächtigung der Bürgerversammlungen und der Errichtung eines sozialistischen Staats drängt.

3.     Die Nationalfront schlägt das Co-Management der Arbeit, des Sozialen und des Militärs vor.

4.     Bei den Vorschlägen für revolutionäres Co-Management einzubeziehen, dass die Betriebe Staatseigentum sein müssen, ohne die Anteile auf die ArbeiterInnen zu verteilen und dass alle Profite nach den Bedürfnissen der Gesellschaft verteilt werden durch die Räte der sozialistischen Planung. Diese Räte müssen als Körperschaften verstanden werden, welche die Entscheide der Bürger in den Versammlungen umsetzen werden.

5.     Für sozio-politische Bildung und sozialistische Ideologie zu kämpfen, sie zu fördern und systematisieren, um die Bolivarische Revolution durch die Erschaffung lokaler, regionaler und staatlicher Zentren zu stärken, mit der Aussicht auf die Errichtung eines nationalen Netzwerks der revolutionären sozio-politischen Bildung.

6.     Solidarität zu fördern und die Revolution auf ganz Lateinamerika und den Rest der Welt auszudehnen.

7.     Die Ausgegrenzten, die Ausgebeuteten und die Unterdrückten als Klassenverbündete im Kampf für die Errichtung des Sozialismus im 21. Jahrhundert anzuerkennen.

Es ist aus diesen Resolutionen eindeutig ersichtlich, dass die Cogestion oder das Co-Management in Venezuela tatsächlich als ein Schritt in Richtung der Errichtung einer sozialistischen Gesellschaft gesehen wird. Diese nationale Versammlung von ArbeiterInnen, welche Erfahrungen mit Arbeiterkontrolle machen, ist offensichtlich ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung. Es bringt verschiedene Gruppen von ArbeiterInnen unter einem Zeichen zusammen, es gibt der Bewegung Form, es gibt der Ideologie der ArbeiterInnen Form, welche unaufhaltsam zum Sozialismus drängt. Die ArbeiterInnen sind, durch ihre eigene Erfahrung, zum Schluss gekommen, dass Arbeiterkontrolle ein mächtiges Werkzeug in den Händen der Arbeiterklasse ist. Der Kampf um Arbeiterkontrolle fordert unmittelbar das Privateigentum heraus und ist ein Kampf für die Errichtung der neuen Gesellschaft in der alten. Die sozialistische Transformation der Gesellschaft hängt von der Transformation der Produktionsweise ab, und Arbeiterkontrolle und Arbeiterverwaltung ist die revolutionäre Methode der Arbeiterklasse, um diese Transformation zu bewirken und den Kapitalismus im Herzen anzugreifen – auf der Fabrik und der Produktionsstätte. Das ist der Grund, warum die Revolution in Venezuela sich auf den Sozialismus hinzubewegt – die Form des Kampfes der Arbeiterklasse, um die Revolution, ihre Jobs und Lebensgrundlage und ihre Interessen zu verteidigen, findet in der Produktionsstätte statt, gegen ihren Feind, den Kapitalismus und die Bosse, in der Form von Streiks und Demonstrationen, aber auch Arbeiterkontrolle und Arbeiterverwaltung. Die sozialistischen Ziele der revolutionären Bewegung sind aus diesem Kampf geboren, und die Arbeiterkontrolle legt das Fundament für die neue Gesellschaft.

Die Bewegung für Arbeiterkontrolle führt die Arbeiterklasse zu einer Schlussfolgerung: die Bolivarische Revolution muss mit dem Kapitalismus brechen. Die ArbeiterInnen sehen, dass die Revolution, um ihre Ziele zu verwirklichen, radikal mit dem Kapitalismus brechen muss. Um Probleme wie Arbeitslosigkeit, Wohnungsbeschaffung, Bildung und Essensproduktion zu lösen, ist es notwendig eine ökonomische Planung zu schaffen, welche auf den Bedürfnissen der Mehrheit, nicht den Profiten der Minderheit basiert. Allerdings kann man nicht planen, was man nicht kontrolliert, und man kann nicht kontrollieren, was man nicht besitzt. So lange die wichtigsten Hebel der Wirtschaft in den Händen der Bosse zusammenlaufen, werden sie Sabotage organisieren und vielleicht sogar die Revolution stürzen können.

Die Kontrolle einer oder mehreren Fabriken, wie in Spanien 1936, oder in Chile in den frühen 1970ern, oder in Venezuela heute, bedeutet nicht das Ende des Kapitalismus. Die Arbeiterkontrolle kann nicht aufrechterhalten werden, solange die Kapitalisten die Wirtschaft gesamthaft kontrollieren. Arbeiterkontrolle ist ein großer Schritt. Sie gibt den ArbeiterInnen unbezahlbare Erfahrungen im Bereich der Administration, welche für eine sozialistische Planwirtschaft unabdingbar sind. Aber solange, wie die Schlüsselelemente der Wirtschaft in privater Hand bleibt, solange es keine echte verstaatlichte Planwirtschaft gibt, wird die Erfahrung der Arbeiterkontrolle nur einen partiellen, unbefriedigenden Charakter haben. 

Während Arbeiterkontrolle sich von unten entwickelt, von der Fabrikhalle durch die Anlage nach oben, entwickelt sich Arbeiterverwaltung von oben und hat seine Bedeutung nur im Kontext der sozialistischen Planwirtschaft, mit verstaatlichten Monopolen. Es bedeutet Verwaltung durch die ArbeiterInnen des wirtschaftlichen Gesamtplans, nicht nur ihrer eigenen Fabrik oder Lokalökonomie, und die allgemeinen Investitionsentscheide und Wachstumspläne machen, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen. Sozialisten sind keine Syndikalisten, die glauben, dass die Kontrolle einzelner Anlagen und Industrien durch ihre ArbeiterInnen, könne eine harmonische Leitung der Industrie garantieren, ohne eine Gesamtverwaltung der Ökonomie als ganzes durch die ArbeiterInnen zu erwirken.

Das bedeutet, dass das Eigentum der Industrie nicht in den Händen der Kapitalisten bleiben kann. Nur öffentliches Eigentum der großen Monopole würde Arbeiterverwaltung und Arbeiterkontrolle der einzelnen Anlagen garantieren.

Diese Arbeiterräte müssen alle Teile der Arbeiterklasse beinhalten, inklusive der MieterInnen, Hausfrauen, Studierenden und alten Pensionären, wie auch der industriellen Gewerkschaften. Regelmäßige Wahlen der Delegierten, dem sofortigen Rückrufsrecht unterstellt, und Funktionäre, deren Lohn an die durchschnittliche Entlohnung eines Facharbeiter würde die ArbeiterInnen vor der Machtübernahme durch einen wachsenden Beamtenapparat bewahren.

Der Kampf um Arbeiterkontrolle muss sich weiterbewegen, ausgedehnt werden und muss mit der Forderung nach einer sozialistischen Transformation der Gesellschaft verbunden werden. Die ArbeiterInnen in Venezuela tun das. Die Verstaatlichung muss auf die Banken, die Telekomsparte, den Grundbesitz, die Lebensmittelproduktionszentren, den Manufakturen und der Schwerindustrie ausgedehnt werden. Die ökonomische Macht der Oligarchie und der Imperialisten muss gebrochen werden. Die venezuelische Arbeiterklasse durchlebt eine massive Transformation und wird sich ihrer Stärken und Ziele bewusst. Darin liegt die Hoffnung für die bolivarische Revolution. Die erfolgreiche Ausdehnung der Arbeiterkontrolle und die Errichtung des Sozialismus in Venezuela würde sich auf den gesamten Kontinent ausdehnen. Es würde den Arbeiterklassen in Bolivien, Argentinien, Brasilien, Mexiko und Kuba Hoffnung und Selbstvertrauen geben. Die Lateinamerikanische Revolution wäre eine Quelle der Inspiration für die ganze Welt.

Ich werde hier mit den Worten von Hugo Chavez schließen: „Eine Revolution ist ein Prozess, in welchem die neuen Ideen und Modelle geboren werden, während alte Ideen sterben, und in der Bolivarischen Revolution, ist es der Kapitalismus, der eliminiert wird!“

(1) Der Konflikt wurde mittlerweile durch einen Kompromiss gelöst. Der Direktionsausschuss wird jetzt aus drei Mitgliedern bestehen, welche von der Regierung ausgewählt werden, und zwei aus der Arbeiterkooperative. Chavez bestand aber darauf, dass der Hauptdirektor, welcher von der Regierung eingesetzt wird, der Hauptführer des Arbeiterkampfs sein wird.

Hier geht es zu Teil 1Teil 2 und Teil 3.

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden Artikel auf der Seite In Defence of MarxismWorkers’ Control and Nationalization

(Erstveröffentlichung: 5. Dezember 2014)

Rob L.
IMT

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