Herbstprogramm ’18

Mi, 19.09 | Referat & Diskussion | Warum wir eine Revolution brauchen!

Menschen verhungern, obwohl Lebensmittel für zwölf Milliarden Menschen produziert werden könnten. Die acht reichsten Menschen besitzen gleichviel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Wir müssen immer länger arbeiten, obwohl die Arbeitsproduktivität ständig steigt. Dies sind nur ein paar wenige Missstände, mit denen wir es im Kapitalismus zu tun haben. Sich darüber zu empören, ist aber leichter als zu verstehen, wie man die Gesellschaft verändern könnte. Wir diskutieren darüber, warum genau dafür der Marxismus nach wie vor unverzichtbar ist.

Ort: Unitobler, Lerchenweg 36
Raum:
F-122
Zeit: 19:00 – 21:30

Mi, 26.09 | Workshop | Was ist Kommunismus?

Der Kommunismus und der Marxismus ist heute noch so aktuell wie vor 170 Jahren.
Weder das Scheitern der Sowjetunion noch die Instrumentalisierung durch autokratische Regime stellt die Relevanz des Marxismus in Frage.

Die Lektüre von Engels Essay Grundsätze des Kommunismus macht schnell klar, dass der Kommunismus und die Aufhebung des Kapitalismus noch genauso notwendig ist wie 1847, als es geschrieben wurde.

Engels liefert im Grundsätze des Kommunismus ein „FAQ des Kommunismus“. Anhand von 25 Fragen und Antworten vermittelt er kurz und verständlich die Wissenschaft des Marxismus. Neben den spezifischen Fragen, im Text wie “Welcher Art wird diese neue Gesellschaftsordnung sein müssen?” oder “Was ist der Kommunismus?”diskutieren wir auch Grundsätzliches: Was sind Klassen? Was ist Klassenkampf? Leben wir in einer Klassengesellschaft? Was können wir aus dieser Schrift für heute lernen?

Text: Engels, F.: Grundsätze des Kommunismus

Ort: Unitobler, Lerchenweg 36
Raum:
F-122
Zeit: 19:00 – 21:30

Mi, 03.10 | Workshop | Warum eine revolutionäre Organisation notwendig ist

Wir befinden uns heute in einer tiefen Krise der kapitalistischen Gesellschaft. Die Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch, explodierende Suizidraten, Hunger und Krieg auf jedem Kontinent und keine Partei bietet einen Ausweg aus der Misere. Die Widersprüche des Kapitalismus und die Notwendigkeit des Sozialismus offenbaren sich tagtäglich.
“Der Kapitalismus ist übermächtig! Wie willst du denn sowas überwinden?” Diese pessimistische Haltung übersieht die Gärungsprozesse überall auf der Welt. Seit dem Einbruch der Weltwirtschaftskrise vor zehn Jahren müssen Arbeitende durch Sparmassnahmen und Lohnsenkungen für die Krise des herrschenden Systems bezahlen. Kürzungen, Stellenabbau, weniger Rente — all das wirkt auf das Bewusstsein der Arbeitenden. Überall auf der Welt wehren sich die Massen gegen die schlimmsten Auswüchse des Kapitalismus.

Sobald wir uns zusammenschliessen und als Einheit agieren, schmilzt die Übermacht der herrschenden Klasse dahin. Somit ist klar: Wir müssen uns organisieren, wenn wir es mit dem Sturz des Kapitalismus ernst meinen. Die Perspektive des Aufbaus einer starken Organisation, die wirklich die Interessen der Arbeitenden gegenüber den der KapitalistInnen verteidigt, ist der Inhalt eines kämpferischen Optimismus.

Warum ist eine revolutionäre Organisation notwendig? Wie muss sie aussehen? Was ist ihre Aufgabe? Wie müssen wir sie aufbauen? Antworten auf diese Fragen und vieles mehr werden wir an diesem Workshop zusammen erarbeiten.

Text: Cliff, T.: Warum wir eine revolutionäre Partei brauchen

Ort: Unitobler, Lerchenweg 36
Raum:
F-122
Zeit: 19:00 – 21:30

Mi, 10.10 | Referat & Diskussion | «Mai 68, sie gedenken, wir fangen wieder an!»

An Frankreichs Unis brodelt es wieder: Unlängst finden Vollversammlungen mit tausenden Studis in Rennes, Nanterre, Toulouse und Montpellier statt. Im ganzen Land gibt’s kämpferische Demos und Besetzungen gegen die geplante Selektionsverschärfung Macrons. Als Vertreter des Grosskapitals muss dieser in der aktuellen Krise nicht nur den ArbeiterInnen, sondern auch den Studis an den Kragen. Wie reagiert der Staatsapparat auf kämpferische Studis, die teils eine Verbindung mit den intensiv streikenden Eisenbahnern anstreben? Unterstützt durch faschistische Banden knüppelt die Polizei sie runter. Der Referent, Mitglied unserer Schwesterorganisation “Révolution”, nimmt aktiv an den Kämpfen teil und erfuhr die brutale Repression am eigenen Leib. Das Referat wird ins Deutsche übersetzt.

Ort: Unitobler, Lerchenweg 36
Raum:
F-122
Zeit: 19:00 – 21:30

Mi, 17.10 | Workshop | Digitalisierung - Fluch oder Segen?

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Text: Booth, A.: Die Singularitäten des Kapitalismus

Ort: Unitobler, Lerchenweg 36
Raum:
F-122
Zeit: 19:00 – 21:30

Mi, 24.10 | Referat & Diskussion | Warum Frauen im Kapitalismus unterdrückt werden

Frauen werden auf der Strasse ins Koma geprügelt. Auf den Sozialen Netzwerken kommt es zum Aufschrei und der #MeToo Bewegung. In ganz Lateinamerika kommt es zu Protesten gegen den Mord an Frauen und zu Demonstrationen für die Legalisierung von Abtreibungen. Fakt ist, Frauen sind heute noch trotz der 68er Bewegung und den formalen rechtlichen Fortschritten unterdrückt. Im Workshop diskutieren wir, wo der Ursprung der Unterdrückung der Frau zu finden ist, wie er mit dem Kapitalismus verbunden ist und wie wir wirklich etwas verändern können.

Ort: Unitobler, Lerchenweg 36
Raum:
F-122
Zeit: 19:00 – 21:30

Mi, 31.10 | Workshop | Der Staat — was das ist & wie wir ihn loswerden

Der Staat sei ein Mittel zur Bändigung des Kapitalismus, zur Herstellung des Gleichgewichts zwischen den Interessen der Unternehmen und denen der Lohnabhängigen. Mit dieser weit verbreiteten Vorstellung machen wir reinen Tisch: Was sind die Interessen der Unternehmen genau, und wie werden diese im Staat umgesetzt? Ist der Staat ein notwendiges Mittel zur Erreichung einer sozialistischen Gesellschaft oder steht er dieser im Weg? Muss man den Staat verändern oder ihn zerschlagen? Wo liegt der Unterschied? Wir lesen einen Text von Bornost und Schröppel zur marxistischen Staatstheorie und werden unter anderem über die Rolle des Staates, über Klassengesellschaften und über die sozialistische Revolution diskutieren.

Texte: Bornost, S. & Schröppel C.: Der Marxismus und der Staat und Lenin, W. I.: Das “Absterben” des Staates.
Beide Texte sind hier zufinden

Ort: Unitobler, Lerchenweg 36
Raum:
F-122
Zeit: 19:00 – 21:30

Sa, 07.11 | Workshop | Auf zum Sozialismus — mit Reform oder Molotow-Cocktail?

Wer beginnt sich für linke Politik zu interessieren, verliert schnell den Überblick über die konkurrierenden Strömungen und Theorien. In diesem Workshop diskutieren wir über die Unterschiede zwischen dem Marxismus auf der einen und Anarchismus und Reformismus auf der anderen Seite. Die diskutierten Strömungen gibt es in der einen oder anderen Form schon seit langer Zeit – als Einstieg diskutieren wir einen Text vor Lenin und schauen dann, was wir daraus heute noch ziehen können. Dabei geht es nicht um Sektierertum sondern darum, herauszufinden, wie eine gute revolutionäre Theorie und Praxis für uns aussieht.

Text: Lenin, W.I.: Die Differenzen in der europäischen Arbeiterbewegung

Ort: Unitobler, Lerchenweg 36
Raum:
F-122
Zeit: 19:00 – 21:30

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