Ab Ende Oktober 2021 findet die 26. UN-Klimakonferenz (COP 26) statt. Auf dem Programm stehen Nachbesserungen der 2015 im Pariser Klimaabkommen beschlossenen Punkte. Das Ziel sind verbesserte Klimaschutz-Zusagen der Staatengemeinschaft. Die Strategie der herrschenden Klasse: Den Anschein erwecken, dass man etwas gegen den Klimawandel tut, während in Wirklichkeit weitergemacht wird wie bisher.

Die COP 26 wird eine weitere Demonstration der Passivität und des Zögerns der PolitikerInnen des Establishments und der KapitalistInnen sein. Staaten werden weiterhin internationale Abkommen unterzeichnen oder an Gipfeltreffen und Konferenzen teilnehmen, die bestenfalls oberflächliche Opfer anbieten, aber nichts bewirken. Der Grund dafür ist klar: Sie haben keinerlei Lösungen anzubieten, denn sie verteidigen das kapitalistische System, das gerade das Problem ist!

Nur leere Worte

So fordern sie oft nur Massnahmen wie CO2-Steuern, die dann von einzelnen Lohnabhängigen bezahlt werden sollen. Dabei ist eine Handvoll grosser Monopole massgeblich für die Zerstörung der Umwelt verantwortlich; nur 100 (!) Konzerne sind für über 70% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Der Zement-Konzern Holcim mit Sitz in der Schweiz stösst mehr als doppelt so viel CO2 aus wie die ganze Schweiz.

Innerhalb des Kapitalismus und durch die kapitalistischen Regierungen dieser Welt kann die Klimafrage nicht gelöst werden. Die Technologie, die Wissenschaft und die Industrie sind heute so weit entwickelt, dass die Menschheit in Harmonie mit der Umwelt leben und die Umweltschäden auf diesem Planeten bekämpfen könnte. Das Problem ist, dass der Kapitalismus – der auf privatem Gewinnstreben und der Anarchie des Marktes beruht – dieses Potenzial nicht nutzen kann. 

Die KapitalistInnen werden niemals bereit sein, für die Rettung der Menschen und ihrer Umwelt Profitkürzungen hinzunehmen. Wir, die Arbeiterklasse und die Jugend, können nur auf unsere eigenen Kräfte zählen. Auf Grundlage eines rationalen sozialistischen Produktionsplans unter der demokratischen Kontrolle der ArbeiterInnen können wir Ressourcen, Technologie und das kollektive Wissen der Gesellschaft in vollem Umfang nutzen, um die Klimakrise mit der gebotenen Dringlichkeit anzugehen.

von Sofia Heuri, Marxist Society Basel

Für eine ausführliche Analyse (auf Englisch):

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