Die internationale Klimastreikbewegung hat weltweit Wellen geschlagen. Es ist klar, dass dringend gehandelt werden muss. Eine massive Senkung der Emissionen und Schadstoffwerte ist unerlässlich.

Gross angelegte Massnahmen zur Risikominderung müssen unternommen werden, wie z.B. die Errichtung von Hochwasserschutzanlagen und eine massive Wiederaufforstung. Globales Handeln ist notwendig, um ein globales Problem zu lösen, aber die kapitalistischen Regierungen sind ohnmächtig. Einige Regierungen haben einen «Klimanotstand» ausgerufen. Doch das ist eine hohle Phrase, wenn sie von diesen PolitikerInnen der Grosskonzerne kommt. Letztendlich treffen im Kapitalismus ohnehin nicht sie die wirklichen Entscheidungen. Stattdessen wird die Zukunft der Menschheit und unseres Planeten den Launen der sogenannten «unsichtbaren Hand» des Marktes überlassen.

Greta Thunberg hat darauf hingewiesen, dass WissenschaftlerInnen ignoriert werden. Sie fordert die Regierungen auf, sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Ratschläge anzuhören. In ähnlicher Weise haben AktivistInnen der Extinction Rebellion Bewegung versucht, das «Bewusstsein zu schaffen» und PolitikerInnen mit einer Strategie aufsehenerregender direkter Aktionen zu überzeugen. Aber die KapitalistInnen und ihre PolitikerInnen werden sich weder von moralischen Argumenten noch von Fakten und Zahlen überzeugen lassen. Letztendlich können wir nicht erwarten, dass diese realitätsfremde Elite irgendetwas zum Schutz der Erde tun wird. Ihr einziges Kriterium ist die Profitmaximierung auf Kosten des Restes von uns.

Der Kapitalismus ist das Problem…
Das einzige, was sie anzubieten haben, ist, dass wir uns zusammentun und individuelle Entscheidungen treffen sollen, um unseren persönlichen ökologischen Fussabdruck zu reduzieren. Aber die hieraus folgenden «Lösungen» sind völlig reaktionär. Im Wesentlichen sagen sie den Arbeitenden und Armen, sie müssten den Gürtel enger schnallen, um ein Problem zu lösen, das von den KapitalistInnen und ihrem verrotteten System verursacht wurde. Vor allem aber steht dieses liberale, individualistische Mantra im Widerspruch zu den Fakten. So zeigt eine aktuelle Studie, dass hundert Grossunternehmen (hauptsächlich grosse Erzeuger fossiler Brennstoffe) für über 70 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Das verdeutlicht, wer wirklich die Schuld am Klimawandel trägt.

Wir müssen uns darüber im Klaren sein: Der Kapitalismus zerstört unseren Planeten. Das unersättliche Streben nach Profit ist verantwortlich für den Wettlauf nach unten. Es sind die profithungrigen Konzerne, die entscheiden, was und wie produziert wird. Aber das passiert nicht nach einem Plan. Stattdessen wird unsere Wirtschaft der Anarchie des Marktes überlassen.

…der Sozialismus ist die Lösung!
Der einzige Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft – in der ein steigender Lebensstandard nicht im Widerspruch zum Schutz des Planeten steht – ist auf der Grundlage eines demokratischen, rationalen, sozialistischen Produktionsplans. In privaten Händen erzeugen die grossen Monopole obszöne Mengen an Abfall und Umweltschäden. Verstaatlicht im Rahmen eines sozialistischen Wirtschaftsplans könnten sie jedoch moderne grüne Technologien einsetzen, um Emissionen und Umweltverschmutzung innerhalb weniger Jahre zu reduzieren und gleichzeitig hochwertige Lebensmittel, Wohnraum, Bildung, Verkehrsmittel und Gesundheitsversorgung für alle bereitzustellen.

Aus der Schlussfolgerung, dass der Kapitalismus die Wurzel des Problems ist, folgt, dass wir auf Klassenbasis für einen radikalen Wandel kämpfen müssen: Der Kampfgeist und die Radikalität der SchülerInnen des Klimastreiks müssen sich mit der gesamten Arbeiterbewegung verbinden. Arbeitende und Jugend müssen gemeinsam für eine mutige, sozialistische Umweltpolitik kämpfen.

Greta Thunberg ruft richtigerweise Arbeitende auf der ganzen Welt dazu auf, sich den SchülerInnen auf diesen globalen Demonstrationen anzuschliessen. An einigen Orten unterstützen Gewerkschaften diesen bereits Aufruf und versprechen zu streiken oder gemeinsam mit den jungen AktivistInnen zu demonstrieren. Der nächste Schritt besteht darin, dass die gesamte Arbeiterbewegung diesen Beispielen folgt und ihr volles Gewicht hinter die Klimastreiks stellt. Die Macht der organisierten Arbeiterklasse, die mit einem sozialistischen Programm ausgestattet ist, wäre unaufhaltsam. Wie die MarxistInnen immer gesagt haben, leuchtet keine Glühbirne und dreht sich kein Rad ohne die Erlaubnis der Arbeiterklasse.

Wir brauchen eine Revolution!
Nur wenn wir das kapitalistische System abschaffen und durch den Sozialismus ersetzen, können wir die Nutzung der Ressourcen des Planeten auf demokratische Weise planen. Nur mit der sozialistischen Umwandlung der Gesellschaft können wir die Bedürfnisse der Mehrheit in Harmonie mit der Umwelt befriedigen, anstatt Profite für eine parasitäre Minderheit zu erzeugen. Wissenschaft und Technologie existieren, um den Klimawandel zu bewältigen. Aber im Kapitalismus zerstören diese Kräfte den Planeten Erde, statt ihn zu retten. Sozialismus oder Barbarei: Das ist die Zukunft, die vor uns liegt. Wir brauchen eine Revolution.

  • Maximale Mobilisierung für die Klimastreiks!
  • SchülerInnen und ArbeiterInnen – vereinigt euch und kämpft gemeinsam!
  • Kapitalismus ist das Problem – Sozialismus ist die Lösung!
  • Tritt der IMT bei!

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Inhaltsverzeichnis #83 (September 2019)

Klima: Kein Vertrauen – Arbeiterkontrolle
Die Klimastreikenden machen Druck und fordern den Generalstreik. Die Verbindung des Kampfes mit der Arbeiterklasse ist ein notwendiger Schritt. Wir erklären, wo die Macht der Lohnabhängigen herkommt und wieso nur von ArbeiterInnen kontrollierte Betriebe wirklich nachhaltig sein können.

Sozialismus zu unseren Lebzeiten!
Sozialismus oder Barbarei: Die Zukunft der Menschheit entscheidet sich heute, in den weltweit aufbrechenden Kämpfen. Ohne eine revolutionäre marxistische Organisation können wir nicht gewinnen. Sie aufzubauen ist unsere dringendste Aufgabe.

Wieso ist die Unterdrückung noch nicht überwunden?
Was hat der Frauenstreik bisher bewirkt?

SVP: Klimawandel leugnen hilft nicht
Kurz vor den Wahlen steckt die SVP in der Krise.

Die unbehelligte «herrschende Klasse» der Schweiz
Wir stellen unsere Gegnerin im Klassenkampf vor.

Massive Streiks in der Notaufnahme
Seit sechs Monaten streiken die französischen Notaufnahmen.

Inside Marxist Tendency
Die Rubrik für Kritik und Praxis.

UK: Boris out! Corbyn in!
Boris Johnsons Manöver das Parlament zu vertagen, hat im ganzen kapitalistischen Establishment Panik ausgelöst. Die Labour muss nun ArbeiterInnen und Jugend mobilisieren und organisieren, um die feudalen Überreste in Form der Tories rauszuschmeissen.

Gehämmert & gesichelt
Arbeitskämpfe in der Schweiz.

Europa brennt
Arbeitskämpfe in Europa.

«Deal» zwischen Revolution und deren Schlächtern?
Wo steht der revolutionäre Prozess im Sudan?

JedeR Siebte protestiert auf der Strasse
Die Proteste in Hong-Kong brechen nicht ab

Die Bewegung der Turiner Fabrikräte 1919/20
Die Bewegung der Turiner Fabrikräte war der Höhepunkt der Offensive der Arbeiterklasse während der revolutionären Phase 1919-1920 in Italien. Die Perspektive auf den Übergang in eine kommunistische Gesellschaft stand weit offen.

Über meine Arbeit…
… als Kiosk-Verkäuferin

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