Die wichtigsten Kämpfe der Lohnabhängigen Europas. Ausführliche Artikel in mehreren Sprachen sind auf marxist.com zu finden.

Amazon zur Kasse

DEUTSCHLAND – Am Aktionstag «Make Amazon Pay» am 26. November beteiligten sich Amazon-ArbeiterInnen aus aller Welt. Auch in Deutschland rief ver.di am «Black Friday» zu Streiks auf. Tausende Lohnabhängige legten an dem Tag ihre Arbeit nieder und forderten bessere Arbeitsbedingungen. Besonders auf KurzarbeiterInnen wird grosser Druck ausgeübt, was die Zusammenarbeit unter den ArbeiterInnen erschwert. Dennoch gibt es in den Verteilzentren immer grössere Arbeitskämpfe, die die rigorose Ausbeutung durch den Konzern anprangern: Amazon-ArbeiterInnen schuften nicht nur unter permanentem Zeitdruck, sondern werden auch durch das Bezos-Imperium Schritt für Schritt überwacht.

Metaller für mehr Löhne

SPANIEN – Im spanischen Cadiz traten in den vergangenen Tagen zehntausende MetallarbeiterInnen in den Streik. Koordiniert wurde der Arbeitskampf von den grössten spanischen Gewerkschaften. Die MetallerInnen selbst forderten für das laufende Jahr eine Lohnerhöhung von 5,4 %, derweil die Gewerkschaften für das kommende Jahr eine Steigerung von 2 % erkämpfen wollen. Der Ausstand wurde von der regierenden PSOE-UP-Koalition mit Polizeigewalt beantwortet, die auch vor Tränengasattacken nicht Halt machte. Dennoch war der Streik erfolgreich: Auch in anderen Teilen Spaniens, darunter Málaga und Galizien wurde der Kampf für bessere Löhne auf die Strasse getragen.

Häuserkampf in Holland

HOLLAND – Auch in den Niederlanden kämpfen MieterInnen für bezahlbaren Wohnraum. Die Preise für Immobilien stiegen in den letzten Jahren um 16 %; besonders StudentInnen verschulden sich in den Universitätsstädten dramatisch. Seit September entwickelte sich daher eine Protestbewegung, die die Wohnungsnot anprangert und bezahlbaren Wohnraum fordert. Auch Forderungen nach Enteignungen wurden laut. Am 18. Oktober 2021 wurde eine von Tausenden besuchte Demonstration von der Polizei brutal niedergeschlagen, was die Wut nur noch weiter verschärfte und im November zu weiteren Demonstrationen führte.

Vereint gegen Privatisierung

GROSSBRITANNIEN – Die Gewerkschaft University and College Union (UCU) rief Anfang Dezember zum Streik auf, um für höhere Löhne und Arbeitsbedingungen der Dozierenden zu kämpfen. Obwohl einige Studierendengruppen gegen den Streik mobilisierten, riefen besonders die marxistischen Studierenden zur Unterstützung des Arbeitskampfes auf. Das britische Schulwesen wird zunehmend privatisiert, was Einsparungen an allen Ecken bedeutet. Die schlechtere Bezahlung der Lehrenden hat unmittelbaren Einfluss auf die Bildung der Studierenden. Der Kampf der UCU ist daher ein vereinter Kampf der DozentInnen und Studierenden, um gegen das kaputt gesparte Bildungssystem Grossbritanniens anzugehen.

Die Redakiton

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