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m Oktober 1917 wurde die alte Ordnung des zaristischen Russlands weggefegt. Zum ersten Mal waren die unterdrückten Massen an der Macht. 100 Jahre nach dem bedeutendsten Ereignis der Weltgeschichte feierten wir die Errungenschaften der Russischen Revolution.

Am 21. Oktober 2017 versammelten sich GenossInnen aus der ganzen Schweiz an der Universität Bern, um Erfahrungen, Ideen und Methoden der russischen Revolution zu diskutieren. Auf dem Programm stand ein Referat zu den historischen Ereignissen und deren Errungenschaften mit anschliessender Diskussion. Danach wurden drei Workshops zu bestimmten Teilaspekten der Oktoberrevolution angeboten. Und zur Krönung des hundertjährigen Jubiläums organisierten wir eine grosse Party im Funke-Center in der Berner Innenstadt.

Eine Revolution, so viele Perspektiven

Beim morgendlichen Plenum wurde früh klar, wie ernst sich die GenossInnen auf die Veranstaltung vorbereitet haben. Trotz des Krankheitsausfalls eines Referenten konnte einer der OrganisatorInnen spontan einspringen und ein informatives, aber dennoch packendes Referat zur russischen Revolution halten. In der folgenden Diskussion besprachen wir wichtige Fragen zur rückständigen Situation des vorrevolutionären Russlands, der Aktualität der proletarischen Revolution und den Taten der Bolschewiki. Auch wenn die Mägen mit der Zeit zu knurren anfingen, liess sich die angeregte Diskussion nicht unterbrechen und wurde in der Mittagspause in Kleingruppen eifrig weitergeführt.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmenden die Wahl zwischen drei Workshops. Beim Workshop zum Aufstieg und Fall des Stalinismus wurde klar, wie falsch der bürgerliche Vorwurf ist, dass der Stalinismus sei eine unabdingbare Folge der sozialistischen Revolution sei und die Diskussionen drehte sich um verschiedene Ursachen der Degradation des Arbeiterstaats. Ein weiterer Workshop beschäftigte sich mit Frauen in der Revolution und in der UdSSR. Hier wurde die führende Rolle der Frauen in der Russischen Revolution und die emanzipierenden Eigenschaften des sozialistischen Staats erläutert. In einer dritten Gruppe setzten sich GenossInnen mit den Bolschewiki auseinander, um eine Lehre aus ihren Erfahrungen für den Aufbau einer revolutionären Partei in der heutigen Welt zu ziehen.

Nach etwa sechs Stunden Bildung waren die Teilnehmenden mit neuem Wissen und politischem Eifer aufgeladen. Im Schlussplenum wurde die grundlegende Rolle der politischen Bildung zur sinnvollen Bekämpfung des Kapitalismus thematisiert. So wurde das Ziel der Veranstaltung klar betont. Denn wie Lenin es in seinem Werk „Was tun?“ schreibt, kann es ohne revolutionäre Theorie auch keine revolutionäre Bewegung geben! Da die Errungenschaften der Oktoberrevolution nicht nur ein geschichtliches Ereignis, sondern ein wichtiger Schritt zur Befreiung der Menschen von Hunger und Krieg ist, feierten wir ihr hundertjähriges Jubiläum mit lebhafte Diskussionen und Musik bis tief in die Nacht.

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