Heute Nachmittag, Samstag 18.9., haben in Bern 15’000 Leute gegen die AHV-21-Reform demonstriert. Die Wut über diesen absolut asozialen Angriff auf alle ArbeiterInnen und insbesondere die Erhöhung des Frauenrentenalters war riesig.

Die AHV-21 ist ein Ergebnis von Neuverhandlungen im Parlament, um die AHV zu «sanieren». Die Vorlage ist aber eindeutig ein Angriff auf alle ArbeiterInnen. Nicht nur soll das Frauenrentenalter auf 65 steigen, sondern auch die Mehrwertssteuer soll erhöht werden. 

Zu Recht haben der Schweizer Gewerkschaftsbund und der Frauenstreik deshalb zur nationalen Demonstration gegen diesen Angriff aufgerufen. Die Mobilisierung seitens der Gewerkschaften muss allerdings als klar ungenügend bezeichnet werden – zumindest in der Deutschschweiz. Die Teilnehmerzahl hätte ein Vielfaches höher sein können und vor allem: sein müssen! Nur mit grossem Druck von der Strasse, von der vereinten Arbeiter- und Frauenbewegung, kann dieser Angriff auf unsere Lebensbedingungen abgewehrt werden. Während der tiefsten Krise des Kapitalismus ist es die Aufgabe der grossen Gewerkschaften, hinzustehen und klar zu sagen: «Wir bezahlen eure Krise nicht!»

In den Gesprächen mit den Demonstrierenden hat sich denn auch deutlich gezeigt: Die ArbeiterInnen und die Jugend sind nicht mehr bereit, solche Angriffe auf den Lebensstandard zu akzeptieren. Dass der Angriff wieder einmal Frauen besonders hart trifft, wird zwei Jahre nach dem Frauenstreik als absolut zynisch wahrgenommen. 

Die marxistische Strömung Der Funke hat den ganzen Nachmittag über interveniert. Wir haben 470 Stück der neusten Ausgabe unserer Zeitung verkauft. Auf diese Weise sind wir mit vielen neuen Leuten in Kontakt und in den Austausch über die marxistischen Ideen getreten. Während dem Marsch hat Der Funke einen revolutionären Block organisiert und mächtig Stimmung gemacht. Unsere Parolen und Lieder haben allerseits rund um den Block für viel Heiterkeit gesorgt. Besonders gut angekommen ist unser Liedchen zur Melodie von «Von den blauen Bergen»:

Gleiche Arbeit verdient den gleichen Lohn
Gleiche Arbeit verdient die Volkspension
Nehmt die Bosse an die Leine
Und enteignet diese Schweine
Alain Berset in die Produktion!

Mit dieser Wut im Bauch, müssen wir uns nun organisieren und gegen diese Konterreform sowie gegen den Kapitalismus im Allgemeinen kämpfen. Dafür stehen wir Marxistinnen und Marxisten von der Funke ein. Wir rufen alle dazu auf, beim Aufbau der marxistischen Strömung mitzuhelfen. Denn nur mit einem konsequenten Kampf gegen den Kapitalismus können wir in der Krise unsere Renten und unseren Lebensstandard verteidigen. Wir bezahlen eure Krise nicht!

JUSO Stadt Bern
Jessica Bamford

Print Friendly, PDF & Email
Das Schreiben und Rechechieren für unsere Artikel kostet Geld. Dabei sind wir auf deine Unterstützung, als LeserInnen und UnterstützerInnen angewiesen. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, zögere nicht und lass uns deine Solidarität und Unterstützung spüren. Ob gross oder klein, jeder Betrag hilft und wird geschätzt.


Der Funke
IBAN: CH39 0900 0000 8563 7568 1
Postkonto Nr.: 85-637568-1
Bezahlungsvermerk: Spende Web

Spende
Other Amount:

Print Friendly, PDF & Email