Gesundheitsberufe:

Organizing-Kampagne «road to strike» 

Die Gewerkschaft vpod nutzt den Streiktag am Unispital Lausanne (CHUV) als Auftakt für eine breitere Kampagne zur Organisierung des Pflegepersonals. Mit einem Streikbus werden Gesundheitsbetriebe im ganzen Land besucht. Ziel dieser Unterstützung ist, dass die Angestellten ihre Forderungen nach besseren Bedingungen und Löhnen erfolgreich durchsetzen können. Die Route wird auf vpod.ch bekannt gegeben. Als MarxistInnen unterstützen wir alle Aktionen, die die Kampfkraft und Einheit der ArbeiterInnen heben. An kämpferischen Betriebsgruppen führt im Kampf für ein menschliches Gesundheitswesen kein Schritt vorbei.

Logistik:

Protest gegen Hungerlöhne für Temporäre

Châtel-Saint-Denis FR – Mit nur 14.45 Fr. pro Stunde wurden Temporärangestellte des Personalverleihers Kelly Services bei der Verpackungsfirma Marvinpac entlohnt. Marvinpac produziert für Marken wie Nespresso und Starbucks, baut aber vor allem auf temporär angestellte Frauen von Kelly. Die KollegInnen geben sich mit diesem Hungerlohn nicht zufrieden. Gemeinsam mit der Unia Waadt haben sie vor dem Kelly-Hauptsitz in Vevey protestiert und verlangen mehr Respekt, eine gute Arbeitsorganisation und eine rückwirkende und zukünftige Zahlung der üblichen Löhne. Werden diese Forderungen nicht erfüllt, müssen stärkere Kampfmassnahmen ergriffen werden! 

Freiburger Staatspersonal:

vpod sieht «keine echten Verbesserungen»

Kanton Freiburg – Der jüngste Angriff auf das Freiburger Kantonspersonal sah vor, dass Abmahnungen nicht angefochten und ungerechtfertigte Entlassungen nicht rückgängig gemacht werden konnten. Dagegen sammelte der vpod eine Petition mit über 1’000 Unterschriften. Das Parlament lehnte diesen Vorschlag der Regierung zwar ab, wies aber jede tatsächliche Verbesserung zurück und beschloss weitere teils verfassungswidrige Verschlechterungen, gegen die der vpod ans Bundesgericht zieht. Forderungen wie einen echten Elternurlaub können aber nur die Angestellten selbst erkämpfen. Kein Vertrauen in Regierung, Parlament und Justiz!

Reinigung:

Arbeitskampf bei Biogen-Enzler

Luterbach SO – ArbeiterInnen von Enzler, dem Reinigungs-Subunternehmen von Biogen, wehren sich gegen ihre Arbeitsbedingungen. Sie fordern u.a. mehr Lohn, gesicherte Arbeitszeit und Gesundheitsschutz. Dafür organisieren sie sich mit den anarchosyndikalistischen Kleinstgewerkschaften sowie dem Reinigungskollektiv SO für einen neuen GAV und demonstrierten am 10. Juli in Solothurn. Enzler und Biogen üben Druck auf die Angestellten aus und und sagen ihnen, sie sollen sich nur bei der Unia organisieren – mit der klaren Absicht, die aufmüpfigen ArbeiterInnen durch die sozialpartnerschaftliche Linie der Unia unter Kontrolle zu bringen. Dieses Manöver der Bosse gilt es zu entblössen! Doch radikalere Kleinstgewerkschaften sind auch keine Alternative. Am Kampf in den Massengewerkschaften für den Bruch mit der Sozialpartnerschaft führt kein Weg vorbei.

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