MEM- Industrie:

YVERDON (VD) – Der französische Konzern Mersen hat die Auslagerung der Kondensatoren-Produktion nach Deutschland und somit die Schliessung der Fabrik von Leclanché angekündigt. Die Angestellten setzten sich sofort zur Wehr.

Nachdem die Geschäftsleitung ihre Vorschläge zum Erhalt der Arbeitsplätze ignoriert hatte, riefen 12 von 17 Angestellten, mit Unterstützung der Unia, zum Streik auf. Obwohl sie die Verlagerung des Betriebs nicht verhindern konnten, wurde ein Sozialplan für alle Angestellten ausgehandelt. Die Streikenden erkämpften eine Abfindung von zwischen 5 und 15 Monatsgehältern, BVG- Beiträge und Entschädigungen für Kinderbetreungspflichtige.

Bauhauptgewerbe:

SCHWEIZ – Seit September steigen die Bauprojekte wieder an und trotzdem will der Baumeisterverband erneut die Löhne der BauarbeiterInnen kürzen. Dies, obwohl sie die BauarbeiterInnen für ihren «Durchhaltewille» noch im Frühling gelobt hatten. Die Verhandlungen der Unia sind gescheitert – die von ihnen vorgeschlagene Covid-19-Prämie und die Lohnerhöhung wurde von den Baumeistern abgelehnt. Es zeigt sich erneut: Wir brauchen kampfbereite Gewerkschaften, die mit der Sozialpartnerschaft brechen! Wenn die Kapitalisten die Forderungen nicht annehmen, kann nur ein Streik den notwendigen Druck erzeugen, um den Kampf zu gewinnen.  

Altenpflege:

Yverdon (VD) – «Unser Prämie ist… Entlassung!» skandierten die Angestellten des Altersheims «Les Driades». Seit Beginn der Krise versucht das Personal mit aller Kraft, die BewohnerInnen zu schützen. Als Dank wurden 5 MitarbeiterInnen entlassen. Zusätzlich wird das derzeitige Altersheimgelände in geschützte Wohnungen umgewandelt werden.  Was dies für die Angestellten bedeutet ist unklar. Sie fordern die Wiedereinstellung der entlassenen MitarbeiterInnen, einen Einbezug ihrerseits in die Entscheidungsdiskussion über wie die Schliessung umgesetzt wird und einen Transfer des Personals mit den PatientInnen zusammen.

Bauhauptgewerbe:

Schweiz – Der grösste Baukonzern der Schweiz baut weltweit massiv Stellen ab. Ein Viertel der ganzen Belegschaft ist davon betroffen. In der Schweiz wird erwartet, dass rund 250 Arbeitende bis 2023 ihre Arbeit verlieren. Grund: Seit Beginn des Jahres ist der Aktienkurs von Implenia um 22% gesunken. Die kurzfristigen Renditeziele der Aktionäre werden über die Interessen der Arbeitenden gestellt. Unia will die Betroffenen im Kampf gegen die Entlassungen unterstützen. Die notwendigen Forderungen sind klar: keine Entlassungen, keine Lohnkürzungen und die Einsicht in die Geschäftsbücher: die ArbeiterInnen sollen sehen, wohin die Profite flossen! Bei deren Nichterfüllung braucht es eine Verstaatlichung unter Arbeiterkontrolle.

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