Der Sonntag gehört mir

Kundgebung gegen „Der Kunde ist König“ in Winterthur und Zürich.

Im Verkauf herrschen schon jetzt unzumutbare Arbeitsbedingungen. Stress, Druck und schlechte Arbeitszeiten gehören zum Alltag. Mit der FDP-Initiative „Der Kunde ist König“ werden die Arbeitsbedingungen weiter angegriffen. Dies will das Verkaufspersonal nicht hinnehmen. Deshalb gingen am Mittwochabend, 6. Juni, in Winterthur rund 100 VerkäuferInnen auf die Strasse.

Ab 18:30 Uhr protestierte das Verkaufspersonal mit Unterstützung der Gewerkschaften Unia und Syndicom gegen die aktuelle FDP-Initiative zur vollständigen Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Bei Musik und kurzen Ansprachen der Gewerkschaftsvertretern, Betroffen, unseres Genossen und Unia-Jugend-Mitglied H. Brühlmann und der Juso-Kantonsrätin Mattea Meyer wurde unter dem Motto „Der Sonntag gehört mir und nicht dem König“ mit Passanten diskutiert und protestiert. Gleichzeitig machten 350 VerkäuferInnen auf der Pestalozziwiese in Zürich ebenfalls ihrem Unmut Luft.

Der Sonntag gehört mir

Genug ist genug …
Betrachtet man die momentanen Ladenöffnungszeiten, setzt die FDP mit ihrer Initiative den prekären Arbeitsbedingungen im Verkauf die Krone auf., denn sie bedeutet nichts anderes als die pure Ausbeutung der VerkäuferInnen. Schon jetzt arbeiten die meisten von ihnen ohne ordentliches Wochenende. Sich kurzfristig ändernde Einsatzpläne und Arbeiten auf Abruf sind ebenfalls an der Tagesordnung. All dies zu einem tiefen Lohn und ohne GAV.

Die FDP redet im Zuge der Initiative von der Schaffung neuer Arbeitsplätze und Umsatzsteigerung. Liebe FDP, nur weil die Geschäfte sieben Tage die Woche rund um die Uhr geöffnet haben, haben die KonsumentInneRede von H. Brühlmannn keinen Rappen mehr in der Tasche. Von Umsatzsteigerung und mehr Arbeitsplätzen kann also nicht die Rede sein. Nein, vielmehr wird die entstehende Mehrarbeit durch noch flexibleren Einsatzpläne und die Verlängerung der Arbeitszeit statt finden . Im Königreich der FDP herrscht also Ausbeutung ohne jegliches Privatleben.

Diese und weitere Punkte wurden immer wieder in den Reden aufgegriffen und waren auf den an Luftballons gebundenen Handzetteln, die am Ende der Kundgebung in den Himmel stiegen, zu lesen. Um die Sichtweise der im Verkauf Arbeitenden genauer zu erfahren, führten wir zwei Interviews mit diesen durch (zu den Interviews).

„Geben wir den VerkäuferInnen das Zepter zurück!“ (Mattea Meyer) und solidarisieren wir uns mit ihnen im Kampf für faire Arbeitsbedingungen. Ein klares NEIN zu „Kunde ist König“ am 17. Juni ist ein erster Schritt.

Zur Rede von H. Brühlmann

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