Über uns

Seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise ist das Verlangen der Jugend nach einer Erklärung, aber auch die Sehnsucht nach einer wirklichen gesellschaftlichen Alternative, kontinuierlich gewachsen. Das politische Establishment und seine systemkonformen Medien können jedoch heute beides nicht mehr bieten. Auch an den Universitäten, diesen vermeintlichen Horten des Wissens, dominieren die immergleichen Interpretationen. Es handelt sich dabei um Theorien, die keine Studierende befriedigen können, welche ernsthaft nach überzeugenden Antworten sucht.

In Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „der Funke“ haben wir deshalb den Marxistischen Verein Unibe ins Leben gerufen, um auch auf universitärer Ebene einen Gegenstandpunkt herauszubilden. Darin möchten wir Fragen der Theorie und Praxis einer gesellschaftsverändernden Politik behandeln. Denn um diese Welt verändern zu können, müssen wir sie verstehen. Unsere Zielsetzung und Herangehensweise hebt uns aber auch gleich wieder aus dem universitären Rahmen heraus: uns unabhängig selbst zu bilden heisst, dass wir nicht an die einschränkenden Zugangsmöglichkeiten einer Universität gebunden sein können. Unser Verein steht allen offen! Die unterschiedlichen Hintergründe der Studierenden, Lernenden, Gymeler, Arbeiter_innen, etc., die an unseren Diskussionen teilnehmen, sehen wir nicht als Hindernis, sondern als Notwendigkeit für eine breite Perspektive.

Ein Teil der Lesekreise ist der Auseinandersetzung mit Grundlagen und Klassikern des Marxismus gewidmet. Es handelt sich dabei um Texte einer Theorie, zu der man sonst kaum Zugang findet, und wenn, dann meist in einer höchst verzerrten, ideologisierten Form. Das gemeinsame Erörtern und Diskutieren soll uns dazu befähigen, eine eigene, unabhängige, politische Analyse zu entwickeln. Eine, die sich von den gängigen abhebt und uns Möglichkeiten aufzeigt, aus der Passivität auszubrechen, um unser Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.

Im anderen Teil der Lesekreise sowie bei den Veranstaltungen (Referate und Diskussionen) analysieren und diskutieren wir aktuelle Themen mit einer marxistischen Methode. Selten werden die Zusammenhänge zwischen den unzähligen Krisen, Kriegen und Konflikten der letzten Zeit gesehen und in ihren gemeinsamen Kontext gestellt. Doch werden diese scheinbar fernen Ereignisse isoliert dargestellt, so beeinträchtigt dies nicht nur das Verständnis derselben, sondern verhindert auch zu erkennen, in welchem Verhältnis sie zu unserer eigenen Situation stehen.

Schliesslich geht es nicht zuletzt darum, sich für eine politische Alternative zu organisieren. Eine bessere Welt ist möglich, fällt aber nicht vom Himmel. Die marxistische Methode kann dabei eine mächtige Waffe in den Händen einer Bevölkerung sein, die auf Veränderung drängt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, bei diesem kollektiven Vorhaben mitzumachen!

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