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m 7. April 2016 wurde Abdul Hakam, ein Mitglied von Militan Indonesia, Sektion der IMT in Indonesien, wegen seiner Gewerkschaftsaktivität inhaftiert. Solidaritätserklärungen und Spenden sind nötig!
Hakam ist ein Gewerkschaftssekretär für die Gewerkschaft FSPBI-KASBI Gresik, eine der wenigen radikaleren Gewerkschaften in Indonesien. Gemeinsam mit Agus Budiono, einem weiteren Mitglied von FSPBI-KASBI, steht er aufgrund des gewerkschaftsfeindlichen Gesetzes „Unpleasant Act law“ unter Anklage. Ihr einziges Verbrechen besteht darin, Partei für die Arbeiter ergriffen zu haben.

FSPBI-KASBI Gresik ist eine in der Bevölkerung von Gresik, einem bedeutenden Industriegebiet im Osten Javas, sehr bekannte Gewerkschaft, die für die Rechte der Arbeiter kämpft. Sie ist in mehreren großen Fabriken vertreten, so etwa in den Branchen Elektronik, Lebensmittel und Petrochemie und weiteren Unternehmen in staatlicher Hand. Darüber tritt die Gewerkschaft auch für die Interessen der breiten Bevölkerung ein – etwa beim Kampf gegen Preissteigerungen von Grundnahrungsmitteln oder für freie Bildung. Deshalb und besonders wegen des großen Einsatzes der Gewerkschaft gegen das Outsourcing durch den großen petrochemischen Betrieb PT. Petrokimia Gresik, haben die Unternehmer die Justiz vor ihren Karren gespannt, um die Führer der FSPBI zu kriminalisieren. Im Dezember 2013 wurden Hakam und Agus schließlich in einem Schauprozess, welcher jegliches Gerechtigkeitsbewusstsein vermissen lässt, wegen eines Aufrufs der Beschäftigten zu einer Demonstration zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt.

Über die letzten drei Jahre hat die FSPBI versucht, das Urteil durch die Anrufung höherer Gerichte wieder aufzuheben. Immer wieder wurde das Urteil jedoch bestätigt. Die Lehre ist daher offensichtlich. Dies ist keine Justiz, welche neutral über der Gesellschaft steht, sondern eine Justiz, welche dazu geschaffen worden ist, die Klasseninteressen der Kapitalisten zu vertreten.

Hakam und Agus sind mutige Kämpfer für die Arbeiterschaft, die mit ihrem Wirken offenbar beim Establishment angeeckt sind. Im Gegensatz zu manch anderen Gewerkschaftsführern haben sie niemals vor den Unternehmern kapituliert oder die Interessen der Arbeiter verkauft. In einem Land wie Indonesien, wo Korruption allgegenwärtig ist und Loyalität mit einer Packung Zigaretten gekauft werden kann, haben sie die unbefleckte Fahne der Arbeiterbewegung hochgehalten. Darum kann die Bourgeoisie ihnen nicht vergeben.

Hakam ist Marxist in einem Land, in dem der Marxismus verboten ist. Als er das Gefängnis betrat, hielt er Leo Trotzkis Buch „Permanente Revolution“ stolz in der Hand. Dazu hat er um die Übersendung weiterer marxistischer Klassiker gebeten, damit er sich während der Haft politisch schulen kann.

Hakam und Agus sind nun hinter Gittern. Sie sind der Freiheit beraubt, aber auch der Möglichkeit, den Lebensunterhalt für ihre Familien zu erarbeiten. Eine systematische Masche der herrschenden Klasse, um diejenigen zu bestrafen, die sichzu kämpfen trauen, besteht darin ihre nächsten Angehörigen der Armut auszuliefern. Militan Indonesia hat nun eine Solidaritäts-Kampagne gestartet, um unseren inhaftierten Genossen und ihren Familien in diesen besonderen Härten zu helfen. Wir bitten unser UnterstützerInnen und LeserInnen um grosszügige finanzielle Solidarität. Eine Solidaritätsbotschaft wird ebenso unseren Genossen helfen, die Kampfmoral zu steigern und die Internationalität unseres Kampfes hervorzuheben.

Spenden

Ihr könnt für den „Hakam and Agus Solidarity Fund“ mit Kreditkarte oder Paypal spenden. Mit diesen Geldern unterstützen wir die Familien von Hakam and Agus. Wir haben uns das Ziel gesetzt 1000 US-Dollar zu sammeln. Bitte hier spenden!

Du kannst deine Solidarität mit unseren Genossen Hakam und Agus zeigen und ihnen eine Email schicken. Jede Geste der Solidarität von Gewerkschaften, Jugendorganisationen und Einzelpersonen wird unseren Genossen helfen. Jede Botschaft wird übersetzt und unseren Genossen persönlich überbracht. Erklärungen bitte an militanindonesia@gmail.com.

Solidaritätserklärung in der Social Media

Ihr könnt auch Eure Fotos auf den sozialen Medien teilen und dabei eine Nachricht hinterlassen wie „International Solidarity for Hakam and Agus“ , „Stop Criminalization against Labour Activists” und “Free Hakam and Agus”. Bitte fügt dabei den Hashtag #FreeHakamAndAgus hinzu.

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